Zur schmerzhaften Mutter in Kreuzrath

Die Grundsteinlegung der Kapelle erfolgte am 5.5.19120, die Einsegnung am 28.5.1912 und die feierliche Konsekration durch Weihbischof Dr. Lausberg aus Köln am 2.10.1919. Die farblich gefaßte Statue der Schmerzhaften Mutter Gottes und Kirchenpatronin, die Pieta, zählt zu einer Reihe holzgeschnitzter Ausstattungsstücke. Die meisten Bildwerke sowie der Hochaltar stammen vom Bildhauer J. Wolks aus Waldfeucht. Über den vier Flachreliefs der Evangelisten sind in den Hochreliefs links vom Tabernakel Szenen aus dem Leiden und Sterben Christi dargestellt. Die beiden Figuren der trauernden Muttergottes und des Hl. Johannes unter dem Kreuz wurden Anfang der achtziger Jahre gestohlen und nach vorhandenen Photographien nachgeschnitzt. Ein „Gnadenstuhl" - Gott Vater hält den gekreuzigten Sohn, dazwischen die Geisttaube - bildet den oberen Abschluss des Altares, der in guter „Schreinergotik" aufgebaut ist. Das wertvolle Relief aus Eichenholz gehörte zur Kommunionbank und wurde zum Altar umgebaut.


An der Außenseite, zum Teil auch innen, findet die große Zahl verschieden gestalteteter und farbiger, teilweise glasierter Formziegel besondere Beachtung.
Von der Ausmalung der Kirche im Jahre 1925 durch den Maler J. Klapheck aus Aachen sind noch die Gewölbemalung des Chores, die Darstellung Jesu an der rechten Chorwand und die Krönung Mariens im „Triumpfbogen" erhalten. Die im Krieg beschädigten seitlichen Chorfenster wurden 1948/49 durch die Fa. Dirks aus Kaiserswerth erneuert. Das rechte Fenster erinnert an den Kampf des National-sozialismus gegen die Kirche, dargestellt durch die Frau aus der Offenbarung des Johannes, welche vom höllischen Drachen verfolgt wird. Im linken Fenster findet sich der zweite Schmerz Mariens, die Flucht nach Ägypten, wieder und hält die Erinnerung an die Evakuierung ins Lager Vught 1944/45 wach. Das mittlere Ornamentfenster (1949) stammt aus der Werkstatt Dr. Oidtmann, Linnich.