WEGGEMEINSCHAFT GANGELT

St. Urbanus Birgden
St. Maternus Breberen
St. Nikolaus Gangelt
St. Josef Hastenrath
Zur Schmerzhaften Mutter Kreuzrath
St. Mariä Empfängnis Langbroich
St. Anna Schierwaldenrath
Heiligste Dreifaltigkeit Stahe

Mariä Himmelfahrt (zum 15. August)

Mariä Himmelfahrt (zum 15. August)

23. Jul 2020

Blauer Himmel, Getreidefelder, den Gesang der Vögel und unser eigener, musikalisch begleitet von den Kevelaer-Musikern, etliche Fahrräder am Wegesrand, viele Menschen mit Klappstühlen und auf Holzbänken, das Vertrauen darauf, dass es trotz dunkler Wolken nicht regnet - all das verbinden wir seit vielen Jahren mit dem Fest Mariä Himmelfahrt: Kräutersegnung der Weggemeinschaft in Vinteln. Auch zu diesem Fest haben wir einen Video-Impuls für Sie...

Ferien-Impuls (zum 13. Sonntag im Jahreskreis)

Ferien-Impuls (zum 13. Sonntag im Jahreskreis)



Zum Inhalt des Videos Hinweise auf unsere Gottesdienste mit Autosegnung an diesem Wochenende. Ein kleines Gewinnspiel - Unterwegs mit Jesus - zum mitmachen und es gibt auch was zu gewinnen. Unser Sonntagsimpuls Heutehaben wir mal besondere Gäste für Euch. Die beiden hatten große Pläne für dieses Jahr, aber heraus kam ein Urlaub mit dem Pastoralteam. Wenn es in diesem Jahr auch eine Menge Einschränkungen gibt, so wünschen wir Ihnen und Euch trotzdem eine gesegnete Zeit. Was manchmal zunächst wie eine Enttäuschung aussieht, dass kann auch zu einem Geschenk werden. Gottes Schöpfung kann uns manchmal ganz schön ins Staunen bringen... Und nebenbei erfahren Sie, was unser Pastoralteam im Urlaub so gerne macht. Pause und Ausschalten ist wichtig. Gottes Geschenke annehmen auch. So erfahren wir, dass auch Jesus mal eine Pause machte ... Und unsere beiden Ehrengäste haben erfahren, dass Jesus ganz oft und ganz unerwartet einfach mitgeht. Es braucht auch mal die Stille, um wieder sensibel zu werden für das Handeln Gottes in der Welt. Wir alle wünschen Ihnen Gottes Segen und einen erholsamen Urlaub. Bleiben Sie gesund. Nach den Sommerferien setzen wir unsere Impulse in gewohnter Weise fort. Es grüßt Sie und Euch herzlich, das ganze Pastoralteam aus der katholischen Weggemeinschaft Gangelt

Impuls von Barbara Ratayczak zum 12. Sonntag im Jahreskreis

Impuls von Barbara Ratayczak zum 12. Sonntag im Jahreskreis

Evangelium : Matthäus 10,26-33 Hallo und herzlich willkommen zu unserem Impuls zum 12. Sonntag im Jahreskreis aus der Weggemeinschaft Gangelt. In einem der Verse des heutigen Evangelium heißt es :"Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird.". Diesem Gedanken geht Gemeindereferentin Barbara Ratayczak in unserem heutigen Impulsvideo nach. Verhülltes muss ja nicht schlecht sein. Manchmal macht es Dinge auf eine andere Art und Weise interessant oder spannend. z.B. beim Auspacken eines Geschenkes. Oft entdeckt man eine ganz andere Sichtweise auf die alltäglichen Dinge. Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Wochenende und besinnliche Minuten bei unserem Video zum Thema - Unverhüllt ist Gottes Liebe.

Impuls von Sabine Heinrichs zum 11. Sonntag im Jahreskreis

Impuls von Sabine Heinrichs zum 11. Sonntag im Jahreskreis

Ich habe Dich beim Namen gerufen, ich weiß um Dich und ich kenne Dich. Das ist eine ganz besondere Verheißung Gottes an jeden einzelnen Menschen. Vor Gott sind wir keine namenlosen Wesen. So mag es nur auf den ersten Blick beiläufig erscheinen, dass der Evangelist Matthäus die Namen der 12 Apostel noch einmal an dieser Stelle erwähnt. Doch hinter jedem dieser Namen steht auch eine Berufung und eine je eigene Geschichte. Unser je eigener Name spielt ja auch in unseren Beziehungen eine Rolle, und auch in unserer je eigenen Beziehung zu Gott. Begleiten Sie uns durch unseren kleinen sonntäglichen Impuls. Wir wünschen Ihnen viel Freude und ein paar schöne Minuten der Besinnung aus Gangelt.

Impuls zum Fronleichnamsfest

Impuls zum Fronleichnamsfest

Ungewöhnliche Zeiten und ungewöhnliche Orte. Die Fronleichnamsprozession konnte in diesem Jahr ja nicht in der gewohnten Art und Weise stattfinden. Aber muss nicht grade in einer solchen Zeit Gott und Jesus zu den Menschen? Also haben unsere Gemeindereferentinnen Barbara Ratayczak, Eva Jessen und ich, Pfarrer Andreas Krieg uns aufgemacht zu ziemlich ungewöhnlichen Orten. Dahin gehen, wo die Menschen leben, dass war unser Gedanke. Wir waren im Altenheim in Breberen zu einer kleinen Statio mit den Bewohnern, bei der Selfkantbahn, weil auch Freude und das Gebet um ein Leben in Fülle, gehört dazu. Ungewöhnlich unsere Statio im Rewe Markt. Aber hier haben sich Menschen grade in der Hochphase der Pandemie für andere eingesetzt. Für den Einkaufsdienst für Menschen in Quarantäne stellte der Markt beispielsweise Kühlboxen zur Verfügung. Hier wollten wir um Solidarität zwischen den Menschen beten. Als vierte Station beteten wir an der Gesamtschule des Schulverbandes Gangelt - Selfkant. Seit vielen Monaten können Schülerinnen und Schüler ja nicht mehr in den Regelunterricht. Und grade für die Abschlussjahrgänge war das sicher ein Problem. Jesus auch bewusst an Orte des Gesellschaft bringen. Mitten im Leben und im Alltag beten, das war unser Anliegen. Grade in schwierigen Zeiten brauchen die Menschen Gott. Und vielleicht kann das ein Zeichen sein. Mitten in der Alltäglichkeit die Erfahrung zu machen, hey da gibt es noch jemanden, der um mich weiß, der mich beim Namen ruft, und der mein Leben trägt, - Gott. Möge Gott unsere Zeit segnen. Ich lade Sie ein, beten Sie mit in den Anliegen unserer Zeit.

 

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum Dreifaltigkeitssonntag

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum Dreifaltigkeitssonntag

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum Pfingstfest

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum Pfingstfest

Impuls zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pfr. Andreas Krieg

Impuls zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pfr. Andreas Krieg

egensgottesdienst für werdende Eltern 
 
Eine lange Tradition hat bei uns der Mutter - Eltern Segen in unserer Weggemeinschaft Gangelt. Ursprünglich wurde die Idee durch die Schönstatt Bewegung 2002 ins Leben gerufen. Mit unseren Gemeinden haben wir uns 2006 dieser Idee angeschlossen. Seit dem findet dieser Gottesdienst zwei mal im Jahr statt.

Aufgrund der momentanen Situation konnten wir in diesem Frühjahr diesen Segen erstmals nicht in unserer Kirche feiern. Zu diesem Segen gehört nämlich eigentlich auch Nähe und Gemeinschaft. Mütter und auch Väter werden nämlich durch eine Handauflegung oder ein Kreuzzeichen auf der Stirn in der Regel gesegnet. Die momentane Abstandsregel macht dies zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich.

Aber da im Moment so viele Dinge ausfallen, haben die Frauen aus dem Mütter Eltern Kreis ein Segensvideo für werdende Eltern erstellt. Jeder Mensch ist ein wunderbarer Gedanke Gottes, und daran dürfen wir uns vielleicht grade in dieser Zeit besonders erinnern.

Einen kleinen Impuls hat unsere Gemeindereferentin Eva Jessen zusammen mit Frau Hensgens und Frau Faltyn für Sie zusammen gestellt. Wir dürfen Segen sein, Gottes Segen weiter geben.

Unser Gruß gilt allen Familien und allen werdenden Eltern. Wenn wir auch diesen Gottesdienst nur online miteinander feiern können, so wünschen wir doch Ihnen und Euch allen den Segen Gottes in einer besonderen und herausfordernden Zeit.

Impuls zum Mutter-/Eltern-Segen

Impuls zum Mutter-/ Elternsegen 2020

 

Begrüßung

 

Liebe Mitchristen!

Wir leben in einer schwierigen Zeit, in der der Corona-Virus unser ganzes Leben durcheinanderbringt. Wir können jetzt zwar wieder Gottesdienste feiern, aber alles geht dann doch nicht so, wie wir es gewohnt sind.

Zwei Mal im Jahr feiern wir in der Weggemeinschaft Gangelt eine Mutter-/Elternsegensfeier. Die Segensfeier lebt von der Nähe und Zuwendung der Gottesdienstteilnehmer und daher ist diese gottesdienstliche Feier ein Opfer des Virus geworden und musste leider ausfallen.

So haben wir uns entschlossen zum Mutter-/Elternsegen einen Impuls zu machen.

Wir wollen Mütter und Väter die große Herausforderung nicht allein tragen lassen. Die Schwangerschaft ist eine besondere Lebensphase voller Hoffnung und Erwartung, aber auch manches Mal voller Ängste und Befürchtungen.

Unsere Segensfeiern bieten die Möglichkeit zum Innehalten und

sich in dieser besonderen Lebenszeit Gottes Nähe und Segen zusprechen zu lassen!

 

Liturgische Eröffnung

Beginnen wir, in dem wir uns gemeinsam unter das Zeichen unseres Heils und unserer Erlösung stellen und sprechen:

+Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Musik

 

 

 

 

Schwanger sein heißt, guter Hoffnung sein und Hoffen heißt die Möglichkeit des Guten zu erwarten. So sagte es der dänische Philosoph Sören Kierkegaard.

 

Eine Schwangerschaft wirbelt vieles im Leben einer Frau durcheinander. Es ist eine Zeit bedeutsamer Wandlung, von Frau zu Muttersein, von einer Paarbeziehung zu einer Familie.

Diese Zeit der Veränderung ist erfüllt mit Erwartungen und Vorfreude auf das Kind, aber auch mit Zweifel und Bangen, ob das Kind gesund ist, ob auch alles gut gehen wird… Gerade jetzt!

Schwangere und ihre Partner, Familien und Angehörige kommen zur Segensfeier, weil sie darauf vertrauen, dass sie ihre Hoffnungen und Ängste nicht alleine tragen müssen. Ganz bewusst bitten sie um Gottes Hilfe und um seinen Segen für diesen Lebensabschnitt.

 

Und so freue ich mich Frau Helga Faltyn und Irmgard Hensgens begrüßen zu können,

Sie haben die Mutter-/Elternsegenfeier nach Gangelt gebracht und die Segnungsfeier in der Weggemeinschaft etabliert.

 

Gespräch zur Geschichte des Mutter-/Eltern Segen (Helga u. Irmgard)

 

Psalm 8 (nach Hanns Dieter Hüsch)

 

 

 

 

 

Gott sagt „Ja“ zu seinen Kindern

Gott, du bist unser Schöpfer,

deinen Namen würde ich am liebsten in den Himmel schreiben,

damit alle Menschen auf der Welt erkennen:

Du bist größer als der Himmel und die Erde.

Die Kinder und Säuglinge,

wenn sie singen und lachen,

wenn sie plappern – sie loben dich,

weil du uns beschützt vor allen Feinden und schlimmen Leuten.

Wenn ich aber den Himmel betrachte,

den Mond und die Millionen Sterne,

die heiße Sonne spüre,

dann komme ich mir so klein, so nichtssagend vor.

 

Warum nimmst du uns an die Hand, Gott?

Warum denkst und sorgst du für uns?

Für mich ist das unbegreiflich,

dass du uns zu deinem Ebenbild geschaffen hast,

gute Menschen, die deine Schöpfung beschützen sollen:

Schafe, Rinder, die wilden Tiere;

die Vögel am Himmel und die Fische im Meer,

die großen Bäume und das kleine Vergissmeinnicht,

Gott, du bist unser Schöpfer,

dein Name soll groß am Himmel stehen;

denn du sagst „Ja“ zu uns,

bevor wir überhaupt sprechen können. So bist du unser Herr,

und sonst ist keiner mehr Herr über uns.

 

© Aus: „Ich stehe unter Gottes Schutz, Psalmen für Alletage“ (S. 143) tvd-Verlag Düsseldorf

 Musik

 

Hinführung zum Evangelium

In der Bibel gibt es nur wenige Stellen, in denen Maria zur Sprache kommt; die Vertrauteste ist sicherlich die Begegnung zwischen Maria und Elisabet; dieses Gespräch ist uns im Lukasevangelium überliefert (Lk 1,46-55)

 

Evangelium nach Lukas

 

Impuls

Lukas berichtet, wie zwei ganz unterschiedliche Frauen sich begegnen. Da ist Elisabet, die ältere, erfahrene Frau, die ein ganzes Leben darauf gewartet endlich Mutter zu werden und deren Wunsch sich nach so langer Zeit vergeblichen Wartens endlich erfüllt und sich an ihr zeigt: Für Gott ist nichts unmöglich.

Maria dagegen ist jung und unerfahren und trotz Unerfahrenheit ansprechbar, offen und empfänglich für Gottes Wort und seiner Liebe.

Gott kommt ihr so nah, dass er durch sie Mensch wird.

Das ist eine Sternstunde – die Welt sieht anders aus – alte Verheißungen stehen im Raum – ein neuer Horizont tut sich auf.

 

Behutsam, tastend kommt sie sich einander nahe: Voller Achtung – ohne künstliche Distanz; voller Zärtlichkeit – voller Verständnis.

Die zwei kennen das Geheimnis der andere und können der anderen vertrauen.

Es erfüllt sich, was der Engel dir gesagt hat. In ganz neuen Tönen stimmst du deshalb das alte Lied der Hanna.

 

Dieses Lied ist bis heute nicht verklungen.

Wie können wir schweigen von einem Gott, der uns Menschen annimmt und durchs Leben begleitet?

Ein Gott der die Verhältnisse wieder ins Lot bringt. Ein Gott, der sich für die Rechtlosen und Gebeugten einsetzt und ihnen Recht und Ansehen schafft.

Das Lied ist das Lied der Erlösten – bis heute.

Und bis heute missfällt es all jenen, die sich nicht lösen können von der Gier nach Macht, Geld und Einfluss – und die darin ihre Erlösung sehen.

Oft vergessen wir, vielleicht gerade auch in dieser Zeit, dass Gott ein solcher Retter ist.

Vielleicht möchten auch wir jetzt, in dieser seltsamen und merkwürdigen Zeit mit in dein Loblied, in deine Hoffnung einstimmen und uns von deiner Vision anstecken lassen.

Was bei dir so einfach aussah wünschen wir uns oft. Sich einfach von Gott ansprechen lassen und offen sein für seine Pläne und Wege.

Ganz besonders möchten wir vielleicht gerade jetzt von Maria lernen, trotz aller Widersprüche und Schwierigkeiten auf Gott zu vertrauen.

Vielleicht können wir aus der Begegnung der beiden Frauen lernen, Wege zu finden, die uns zu den Menschen führen, ihnen Hoffnung und Liebe zu schenken, auch wenn wir jetzt Durststrecken gehen müssen.    

 

So wünschen wir allen werdenden Müttern, ihren Partnern und Familien, dass sie in dieser ganz besonderen Lebenssituation und Phase bedingungslos auf Gott vertrauen können und sich jetzt und in der kommenden Zeit von Gottes Liebe getragen fühlen können.

 

 

Musik

 

 

 

 

Fürbitten

Gott, unser Vater, in dir liegt der Ursprung und die Fülle unseres Lebens. Aus Liebe hast du uns Menschen ins Leben gerufen.

 

- Überall in unserer Gesellschaft und auf der Welt ist menschliches Leben bedroht: das ungeborene und behinderte, das alte, das kranke, das hungernde.

Lass uns von Maria lernen, ein offenes und liebendes Herz zu haben für Gott und für die Menschen. Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

 

- Wir leben in einer Vielfalt von Beziehungen, wir leben mit Menschen, die uns brauchen, auch wenn wir in dieser Zeit Abstand zu einander halten müssen.

Lass uns von Maria lernen, auf Gott zu vertrauen und dort Menschen zur Seite zu stehen, wo es nötig ist.

Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

 

- Frauen, die ein Kind erwarten, brauchen besondere Anteilnahme, vor allem die Bereitschaft, Sorgen und Schwierigkeiten mitzutragen. Lass uns von Maria lernen, dem Wunder des Lebens stauend zu begegnen und mit aller Kraft für das Leben einzutreten. Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

 

- Keiner lebt für sich allein. Wir leben voneinander und füreinander. Dies gilt vor allem für die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Lass uns von Maria lernen, dass auch wir gewinnen, wenn wir für Gott und für andere da sind. Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

 

- Unser Glaube schenkt uns Wegweisung für die Zukunft – auch wenn unsere Pläne manchmal durchkreuzt werden. Lass uns von Maria lernen, Gott immer wieder neu in unserem Leben zu entdecken. Hilf uns, dass wir uns ihm zu allen Zeiten anvertrauen können. Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

In einem Augenblick der Stille wollen wir unsere ganz persönlichen Bitten vor Gott tragen.

Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre uns.

 

Gott, all unsere Bitten, unser Lob und unseren Dank legen wir in das Gebet, das Jesus und zu beten gelehrt hat.

Vater unser…

 

Hinführung zum Segen

Mit großer Freude bitten wir für die Frauen, die ein Kind erwarten und für die Familien dieser Kinder um Gottes Segen.

Segen hat etwas mit Gott und mit uns Menschen zu tun. Für Gott ist Segnen die Hauptbeschäftigung. Ich will uns segnen, das ist Gottes Botschaft an uns. Für uns Menschen ist Segen lebensnotwendig. Er stärkt uns Leib und Seele. Wer Segen empfängt, merkt, dass es schön ist, ihn weiterzugeben. Denn er breitet sich aus, wenn wir für andere zum Segen werden. Und so wird mit dem Segen für die Mutter auch das heranwachsende Menschenkind beschenkt. Sein Leben soll von Anfang an unter dem Schutz Gottes stehen; es soll in seiner Liebe geborgen sein.

 

Gebet

Herr, gütiger Vater, du rufst Menschen ins Leben und nennst sie beim Namen.

Sie auf alle Frauen, die ein Kind erwarten und bewahre sie vor Schaden. Gib ihnen Kraft, Freude und Zuversicht.

Steh ihnen bei, wenn ihr Kind zur Welt kommt. Hilf den Eltern, ihren Kindern Liebe und Geborgenheit zu schenken, die sie auf dem Weg ins Leben brauchen. So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

 

 

So segne und begleite uns und alle Menschen auf dieser Welt der lebendige Gott

+ der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Verabschiedung

Liebe werdende Mütter,

wir wünschen Ihnen eine gute restliche Schwangerschaft und eine gute Entbindung.

Liebe Väter, liebe Familien und liebe Angehörige, ihnen wünschen wir eine gute von Hoffnung getragene Zeit.

Der nächste Mutter-/ Elternsegen findet voraussichtlich im November statt. Wir hoffen, dass es die Umstände wieder zulassen, dass wir uns wieder in der Kirche zu einem Gottesdienst versammeln können.

Bis dahin, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

 

 

 

Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit von Gemeindereferentin Barbara Ratayczak

Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit von Gemeindereferentin Barbara Ratayczak

Heute beschäftigt sich unserer Impuls mit dem Thema Mut. Es ist schon ein kleiner Ausblick auf das Pfingstfest. Was bedeutet es eigentlich mutig zu sein. Mut zu haben hat viele Gesichter. Manche trauen sich auf die härtesten Achterbahnen, anderen wird schon vom zuschauen schlecht. Manchen fällt es leicht vor vielen Menschen zu reden, andere haben damit ein richtiges Problem. Und, braucht es eigentlich heute auch Mut Christ zu sein. Unsere Gemeindereferentin Barbara Ratayczak begibt sich auf Spurensuche und stellt die Frage nach dem Mut. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei unserem Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit. Gottes Segen und bleiben Sie gesund.

4. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

4. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

3. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt - Kevelaer

3. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt - Kevelaer

Ergänzung zum 2. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

Ergänzung zum 2. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

2. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

2. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt-Kevelaer

1. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt - Kevelaer

1. Impuls Pilgergemeinschaft Gangelt - Kevelaer

Impuls zum 5. Sonntag der Osterzeit

Impuls zum 5. Sonntag der Osterzeit

Ab diesem Wochenende starten bei uns wieder die Gottesdienste in unseren Kirchen mit Beteiligung unserer Mitchristen. Trotzdem wollen wir unsere Videoimpulse beibehalten. Viele Menschen können einfach noch nicht in unsere Gottesdienste, oder sind auch noch erkrankt oder in Altenheimen oder Krankenhäusern. An diese Menschen wollen wir besonders denken. Wenn wir heute die Lesungen und das Evangelium hören, dann merken wir, es kommt auf uns an. Wir dürfen Bausteine sein am Haus Gottes. Ich habe Dir eine Wohnung bereitet, so hören wir heute im Evangelium. Und in der Lesung vom 1. Petrusbrief hören wir die Einladung sich aufbauen zu lassen "zu einem Haus aus lebendigen Steinen". Diese lebendigen Steine sind dann auch das Thema unseres heutigen Gottesdienstes. Bei einem Stein würde man zu allerletzt Leben erwarten. Bei Steinen denken wir oft an die Steine, die uns im Weg liegen, oder auch manchmal in den Weg gelegt werden. Was hat es also auf sich mit den "lebendigen Steinen". Zusammen mit einigen Messdienerinnen und Messdienern aus Schierwaldenrath haben wir uns diesmal auf die Spurensuche gemacht nach diesen lebendigen Steinen. In den Fürbitten haben wir Steine quasi ein wenig zum Leben erweckt. Denn das Haus das Gott für uns errichtet, diese Steine tragen einen anderen Namen, nämlich Leben, Liebe, Hoffnung, Freude. Lassen wir uns die Hoffnung und den Glauben nicht nehmen. Auch wir, jeder einzelne, jede einzelne, ist eingeladen ein solche Lebensbaustein für Gott und für andere zu sein. Ein herzliches Dankeschön an alle, die an diesem Gottesdienst diesmal mitgewirkt haben. Ihnen allen, viel Freude beim Zuschauen und Gottes Segen, bleiben Sie gesund. I

 

hr Pfarrer Andreas Krieg

 

Impuls zum 4. Sonntag der Osterzeit

Impuls zum 4. Sonntag der Osterzeit

Einen gesegneten Gruß aus Gangelt an Euch alle. Grüße auch von Franzi und Fridolin, die ja sonst immer die Familiengottesdienste mit Euch und Ihnen feiern. Die beiden haben sich auch im Mai wieder darauf gefreut. Aber wenn der Gottesdienst in der Kirche noch nicht geht, dann halt wo anders. So sind wir dann zu einem kleinen Ausflug aufgebrochen. Leider konnte Franzi nicht mit, da die noch in Quarant... äh ist, wie Fridolin uns mittteilt. Heute im Evangelium hören wir das Gleichnis vom guten Hirten aus dem Johannesevangelium. Da dachten sich Barbara, Eva und Sabine, besuchen wir heute doch einmal einen richtigen Hirten. Und Hand aufs Herz, Hirten mit einer Herde sieht man heute ja nicht wirklich an allen Ecken und Enden. Ein Hirten, eine Herde, junge Lämmchen und was das ganze mit Jesus zu tun hat, dass erzählen wir Dir heute in unserem Sonntagsimpuls. Die Textstelle zum heutigen Impuls finden wir im Johannesevangelium im 10 Kapitel. Wir wünschen Dir und Euch einen gesegneten Sonntag. Bleibt alle gesund und bis demnächst.

 

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum 3. Sonntag der Osterzeit

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum 3. Sonntag der Osterzeit

Impulse 3. Sonntag der Osterzeit

 

Tageslesungen:

Apg 2, 14.22b–33/1 Petr 1, 17–21/Joh 21, 1–14

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-04-26

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

 

in den letzten Tagen kam es öfters vor, dass ich einfach nur so völlig entspannt auf meiner Terrasse in der Sonne sitzen konnte – die Wärme genießend; um mich herum explodiert die Natur … ein wahrer Blütenrausch!

Und irgendwas fragt in mir: DARF die das??? Darf die Natur jetzt so glücklich und fröhlich sein, so voller Lebenskraft und -energie, wo doch das Corona-Virus uns Menschen ganz viel zurzeit abverlangt? Darf man da so positiv vor sich den Alltag hin zelebrieren?

 

Die Tage erinnerte mich ein Osterimpuls noch einmal an die Osternacht: an die Geschichte von den Frauen am Ostermorgen - ein Theologieprofessor wies auf die Frage hin, die sich den Frauen da stellte:

Was sucht ihr hier? Was such ihr hier eigentlich – Jesus, den ihr kanntet, er existiert so nicht mehr!

Er ist nicht mehr der Wander-Rabi, der gute Dinge tat;

er ist nicht mehr der politische Gefangene, den man grausam am Kreuz hingerichtet hat!

Er ist der AUFERSTANDENE … WAS sucht ihr hier?

 

Es ist sinnlos Jesus am Grab zu suchen – die Frauen haben da ‚nichts zu suchen‘!

Es ähnelt auf skurrile Weise mancher Aufforderung der Ordnungshüter in diesen Tagen:

Corona-Party, Grillen in den Rheinauen oder am Rodebach … oder sonst wo? … Massenansammlungen aus sportlichen Zwecken? - Da hat keiner was verloren … da hat keiner ‚was zu suchen‘!

Was denn auch: Gesellschaft … die Möglichkeit, anderen nahe zu sein, ihnen die eigene Freundschaft und Liebe zu zeigen … Aufmerksamkeit zu schenken???

Ähnlich wie bei den Frauen am Grab ist das ein heilloses Unterfangen: Jesus zeigt sich nicht in den Formen, der gestern noch gültigen Etikette: er zeigt sich in der Realität vom HIER & JETZT!

Wer heute Zugewandtheit zeigen will, zeigt dies innvoller Weise NICHT in körperlicher Nähe, sondern durch liebevolle Distanz – es gibt Alternativen:

Es muss nicht unbedingt das moderne ‚WhatsApp‘ sein, auch ein gutes, altes Telefonat … oder

(ganz ‚Old-School‘): einen Brief … einen liebevoll in Schönschrift geschrieben Brief anstelle ‚nur so einfach dahingesagter‘ Worte; ein gemaltes Bild von den Enkeln, ist auch eine kreative Idee!

 

So wie Jesus den Jüngern im heutigen Sonntagsevangelium begegnet – in ihrem Alltag (!), so können auch wir ihm heute begegnen in Zeiten der Pandemie: Indem wir Menschen begegnen, ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken – ihnen Zeit zur Verfügung stellen … das ganze aber eben in liebevoller Distanz!

Zugewandt, aber körperlich auf Abstand!!!

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen weiter eine frohe und gesegnete Osterzeit!

 

 

(Hier finden Sie die Druckversion)

Impuls von Gemeindereferentin Eva Jessen zur 2. Woche der Osterzeit

Impuls von Gemeindereferentin Eva Jessen zur 2. Woche der Osterzeit

Wochenimpuls 2. Woche nach Ostern

 

„Wir leben von der Hoffnung“

 

 

Ich begrüße Sie und Euch recht herzlich zu unserem Wochenimpuls.

Letzte Woche haben wir Ostern gefeiert. Wir konnten es zwar nicht in der gewohnten und vertrauen Weise feiern, aber es war ein Fest der Freude. Die österliche Botschaft verkündet uns Gottes Wirken in Jesus Christus: Weder Tod noch Leiden können uns trennen von der Liebe und von der Hoffnung, die uns durch die Auferstehung Jesu immer wieder neu geschenkt ist.

Doch vergangenen Sonntag mag vielen von uns das Herz schwer gewesen sein, denn es war „Weißer Sonntag“. An diesem Sonntag wären in unserer Gemeinde die ersten Kinder zur Erstkommunion gegangen.

Mit dem Fest ist eine intensive Zeit der Vorbereitung verbunden gewesen, Vorfreude und bis zum Schluss die Hoffnung, dass die Feier nicht ausfällt.

Der Virus hat alle Pläne und Hoffnung durchkreuzt und so sind viele, nicht nur die Erstkommunionkinder und ihre Familien enttäuscht.

Enttäuschungen und Hoffnungen begleiten uns aber nicht nur durch die

Corona– Zeit, sondern sie gehören zu unserem Lebensweg.

 

Inmitten einer Zeit, die voller Schwere und Probleme ist, sind Worte so wichtig, die uns eine Perspektive aufzeigen, die Hoffnung geben. Wir Christen und Christinnen leben in der österlichen Zeit in einer Zeit der Hoffnung – trotz aller Widrigkeiten.

 

Letzten Sonntag wäre der 1. Petrusbief im Gottesdienst vorgelesen worden. In diesem Abschnitt hören wir, dass Gott uns in der Taufe als seine Kinder angenommen hat, sodass die Angst vor der Zukunft der Hoffnung weichen kann.

Lesung 1. Petrusbrief 1, 3-9

 

Liebe Mitchristen!

 

Wie fangen Sie die neue Woche in der Corona- Zeit an? Mit Zuversicht und Hoffnung, dass es bald besser wird oder mit Skepsis?

 

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so sagt uns eine Redewendung…

und viele Lebenserfahrungen mögen uns in diesem Punkt Recht geben. Wir alle kennen Beispiele, wo der Glaube Berge versetzt hat oder wo man Hoffnungen unter Tränen und Schmerzen begraben musste.

Was bedeutet Hoffnung für den Menschen?

Kann Hoffnung einen Menschen am Leben erhalten, ihn stärken und zu vermeintlich „Unmöglichen“ motivieren?

Kann man eigentlich ohne Hoffnung leben?

 

Ich glaube, jede und jeder von uns hat seine ganz eigene Erfahrung mit „Hoffnung“, „Hoffnungslosigkeit“ und Enttäuschung gemacht…

Was spüren wir, wenn wir über „die Hoffnung“ nachdenken?

Welche Bilder und Gedanken kommen uns dazu in den Sinn?

 

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, und genau das glauben wir Christen nicht. Wir glauben daran, dass sie sich einmal erfüllen wird, nicht nur wenn wir sterben, sondern sie erfüllt sich immer wieder neu in unserem Leben, in unserem Alltag

 

Jede und jeder von uns hat schon die schmerzhafte Erfahrung gemacht, eine Hoffnung begraben zu müssen und manche Hoffnung hat sich als trügerisch herausgestellt.

Trotz all dieser vielfältigen Erfahrungen, die wir mit der „Hoffnung“ machen, geben wir das Hoffen nicht auf. Es gibt eine Hoffnung in uns, die nicht stirbt, die nicht sterben will.

Gerade die Ostererzählungen von Jesus, dem Auferstandenen, geben uns ein vielfältiges Zeugnis von einer Hoffnung, die über den Tod hinausgeht.

Als Christen hoffen wir auf das ewige Leben. Wir können jubeln, weil Gott in Jesus Christus den Tod überwunden hat.

Wie lebendig ist die Hoffnung, die uns Gott in Jesus Christus geschenkt hat?

Wo spüren und erleben wir in unserem jetzigen Alltag etwas von dieser Hoffnung?

Im Moment müssen wir von Vielem, was wir lieben und was uns vertraut Abschied nehmen. Unser Alltag ist nicht mehr derselbe, Familientreffen und Feiern können nicht mehr stattfinden, der Besuch der Großeltern ist nicht mehr möglich und selbst der Gottesdienstbesuch muss ausfallen. Es scheint, als hätten wir Grund genug zu verzweifeln.

Vielen von uns bleiben Not und Elend und Existenzangst nicht erspart. Wir können aber darauf vertrauen, dass Gott seine schützende Hand über uns hält und unsere Hoffnung sich in Freude wandeln wird. Wer Hoffnung hat, hat Freude im Leben. Hoffnung und Freude bedingen sich gegenseitig.

Mit Jesus Christus und seine ermutigende Botschaft, und in seinen Begegnungen erleben wir etwas von diesem Heil.

Überall, wo die Auferstehung Jesu Christi bezeugt wird, ist sein Reich schon ein Stück Wirklichkeit, mitten unter uns.

 

„ Die Hoffnung stirbt zu letzt…“ und ich meine es lohnt sich der Hoffnung zu trauen, die uns Gott schenkt. Denn allein die Hoffnung, dass es das Reich Gottes gibt, bewirkt schon so viel. Sie lässt eine Zukunft nach der Krise möglich erscheinen. Eine Zeit danach, in der wir bewusster die Dinge genießen, die uns bis dahin so selbstverständlich waren.

Hoffnung verändert mich und gibt mir Kraft, mein Leben zu gestalten und etwas in der Welt zu bewirken, das schon in die Zukunft weist.

Deshalb lohnt es sich, das Reich Gottes zu erhoffen – auch wenn es nicht an uns Menschen liegt, diese Hoffnung einzulösen. Das liegt allein an Gott. Ich vertraue darauf, dass er es auch tun wird.

 

Für die kommende Woche wünsche ich Ihnen und alles Gute. Passen Sie auf sich auf und verlieren Sie nicht den Mut und die Hoffnung. Die Krise kann vielleicht noch etwas dauern, aber auch das werden wir überstehen.

 

Für diese Woche habe ich ein Zitat von Immanuel Kant ausgesucht. Ich wünsche Ihnen, dass es Sie die Woche begleitet und die Hoffnung auf ein gutes Ende nicht sterben lässt, sondern stärkt und nährt.

 

Für den Tag und die Woche:

„Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen. Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden, was mein Herz so still und froh gemacht hätte wie die vier Worte aus dem 23. Psalm:

„Du bist bei mir.“     

 

 

(Hier die Druckversion)

 

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum 2. Sonntag der Osterzeit

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum 2. Sonntag der Osterzeit

Zweiter Sonntag der Osterzeit

Weißer Sonntag

„Fürchtet Euch nicht“

Gottesdienstentwurf für zu Hause

Schrifttexte:

  • Lesung - Apg 2,42-47
  • Evangelium - Joh 20,19-31
  • Download der Texte: https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-04-19
  • Videogottesdienst unter Weggemeinschaft-Gangelt.de

Am Abend als die Jünger aus Angst vor den Juden die Türen verschlossen haben, da kam Jesus und trat in Ihre Mitte. Er sprach zu Ihnen „Fürchtet Euch nicht“.

Zeiten machen Angst, Zeiten schaffen Unsicherheiten. Besser mal die Tür verschließen. Klarkommen mit dem Unbekannten, klarkommen mit der Frage, was wird werden. Die Jünger in Jerusalem hatten ähnliche Fragen. Was wird werden? Was wird passieren? Was kommt jetzt noch? Die Türen sind zu! Ostern findet nicht statt? Oder doch?

Meditation

Wo Jesus durch unsere Türen hineintritt, da ändert sich Leben.
Tritt durch die Tür unserer Sorgen und Ängste
Tritt durch die Tür unserer Lieblosigkeit.
Tritt durch die Tür unserer Verwundetheit.
Tritt durch die Tür unserer Trauer.

Denn da wo du durch die Tür trittst wird die Angst zur Hoffnung
die Sorge zum Mut
der Karfreitag der Jünger zu Ostern, zu Leben und Auferstehung.
Schenke unserer Zeit dieses Leben und diese Hoffnung.

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude GL 365

Bringen wir nun in einem kleinen Moment der Stille unsere Sorgen und Nöte vor Gott. Was ist das Verschlossene in mir? Für wen möchte ich beten. Betrachten Sie kurz das Schloss. Man kann es von zwei Seiten betrachten. Das Schloss verschließt, es scheint und von unseren Möglichkeiten auszuschließen. Das Schloss trennt… Räume, Menschen. Das Schloss, das kann für Angst stehen.

Aber was ist hinter dem Schloss? Was verbirgt sich hinter der Tür? Was wäre, wenn man dieses Schloss öffnet? Als Christen glauben wir, dass Jesus dieser Schlüssel ist, der öffnet was uns einengt, der unsere Angst und Trauer in Freude verwandelt, der das Dunkel der Zeit in sein Licht wandelt, Karfreitag zu Ostern. Gehen wir mit Jesus durch die Tür zum Leben.

Kyrieruf

Lied: Surrexit dominus vere GL 321

Evangelium: Joh 20,19-31

Liebe Schwestern und Brüder
Liebe Mädchen und Jungen

Es gibt zwei Dinge, warum man etwas abschließt. Das erste Ding ist, man schließt sich selbst ein, aus Furcht oder Angst, wie die Jünger, von denen wir grade im Evangelium gehört haben. Das zweite Ding warum man abschließt ist, um wertvolle Dinge zu schützen. Gold und kostbare Sachen gehören ja in den Tresor. Das weiß man ja.

Lassen wir aber mal die Angst der Apostel Angst sein, und schauen wir mal auf Jesus. Auch er steht erstmal, VOR der verschlossenen Tür. Und er erwartet HINTER der Tür etwas Kostbares.

Sie und Du können jetzt sicher fragen, was soll an einer Gruppe verängstigter Apostel kostbar sein. Lohnt es sich da überhaupt, die Tür aufzumachen. Zudem bei der Geschichte? Verrat durch Petrus, Angst vor der Zukunft, die Erfahrung von Gottverlassenheit? Und trotz allem, Jesus erwartet hinter der Tür etwas Kostbares! Er geht hindurch, durch die verschlossene Tür, durch Schloss und Riegel. Und alles wandelt sich. Angst verwandelt sich in Mut, Trauer in Freude, Unglaube in Glauben. Jesus wandelt, selbst den Tod zum Leben.

Was ist das Wertvolle für Jesus? Seine Freunde! Menschen, die trotz aller menschlicher Schwachheit mit Ihm durch Israel zogen. Menschen, die hautnah spürten, was göttliche und menschliche Liebe ändern und verändern kann. Menschen, die zu Zeugen und Boten der göttlichen Liebe wurden. In Wort UND Tat.

Das hinter verschlossenen Türen sitzen kennen wir in diesem Jahr allzu gut. Sei es durch behördlich angeordnete Maßnahmen, sei es aus Selbstschutz, sei es aus Schutz der Mitmenschen. Und trotzdem feiern wir Ostern, und trotzdem brauchen wir jetzt gerade diese Botschaft des Lebens und der Freude. Vielleicht ist mir dieses Evangelium auch grade deshalb in diesen Tagen so wichtig.

Schauen auch wir mal auf Jesus, der auch vor unserer Türe steht. Ich bin sicher, er fragt auch nicht, lohnt sich das, lohnt sich es, das Schloss zu öffnen. Seine Antwort ist schon gefallen. Es lohnt sich. Und er trifft auf Dich und mich. Und ja, ich bin sicher, Jesus sagt auch heute zu Ihnen, zu Dir und zu mir. Da ist was Wertvolles hinter dieser Türe, ein Freund und ein geliebter Mensch. Er tritt auch durch unsere Tür. Auch für uns darf und soll in einer schweren Zeit Ostern werden. Denn nicht das Schwere siegt, sondern die vielen Aufbrüche, wo Menschen wieder Mitmenschlichkeit entdecken, die Aufbrüche wo Leben wachsen kann. Jesus tritt durch unsere Türe, durch unseren Karfreitag in unser Ostern. Fürchtet Euch nicht, denn ich bin bei Dir, mit dem göttlichen Frieden. Amen.

Musikalischer Impuls

 

Fürbitten + Einladung zum Mitmachen

Folgend finden Sie einige Anregungen für Fürbitten. Wir möchten aber auch bewusst dazu einladen, Ihre persönlichen Gebete an uns zu schicken. Pfarrer Wenzel und Ich, Pfarrer Krieg, beten jeden Morgen in den Anliegen unserer Gemeinde. Haben Sie Mut und formulieren Sie ruhig ein eigenes Gebet oder Anliegen. Gerne können Sie das Anliegen mir per Email zusenden (andreas.krieg@weggemeinschaft-gangelt.de) Ihr Gebet nehmen wir dann in unser Stundengebet oder persönliches Gebet mit hinein. Dankbar sind wir auch für Ideen, wie wir über das Gebet oder auch andere Weise in Kontakt bleiben können. Lassen Sie uns diese besondere Situation gemeinsam durchleben. Aber immer auch im festen Glauben, dass Christus durch unsere verschlossenen Türen zu unserem Herzen treten kann.  

  • Gebetsanliegen – Kommunionkinder. Viele unserer Kinder haben sich auf ein schönes Fest mit Dir gefreut Herr Jesus Christus. Lass Sie deine Nähe trotz allem erfahren. Lass Sie sich um so mehr auf ein Ende der Krise freuen, und dann ein schönes Fest mit all ihren Lieben haben.

  • Gebetsanliegen – Kirche und Glaube. Diese Zeit stellt auch uns Christen vor eine besondere Herausforderung. Auf altbekannte Weise können wir unseren Glauben nicht feiern. Tritt Du durch unsere Türe, lass uns Wege finden, um Gemeinschaft mit Dir und untereinander zu erfahren.
  • Gebetsanliegen – Sorgen unserer Zeit. Viele Menschen haben Sorgen um Ihre Existenz und fragen sich, wie es weiter geht. Lass Solidarität zwischen und Menschen wachsen, schenke uns auch einen wachen Blick für unseren Mitmenschen und gib uns Kraft, da zu helfen, wo es nötig ist.

  • Gebetsanliegen – Flüchtlinge und Obdachlose. Auch unter den Völkern lasse die Solidarität wachsen guter Gott. Das die Menschen aller Völker und Nationen sich einander helfen, statt auszugrenzen. Sei besonders unseren Obdachlosen Menschen nahe, welche nicht mehr auf ihre gewohnten Einrichtungen zurückgreifen können. Sei den Flüchtlingen nahe, die sich in ihren Unterkünften oft nicht gegen das Virus schützen können.

  • Gebetsanliegen – Verstorbene. Herr, du rufst uns beim Namen, du öffnest uns die Tür zum Leben. Öffne unseren Verstorbenen diese Tür, lass Sie Frieden, Leben und Ruhe finden bei Dir.

Nehmen Sie sich was Zeit für Ihr persönliches Gebetsanliegen. Gerne kann da auch die Familie mitmachen. Denken Sie an einen Menschen, der ihnen persönlich am Herzen liegt, und formulieren Sie für sich selbst ein kleines Gebet. Nur Mut zum persönlichen Gebet, wenn man das Herz sprechen lässt, dann hilft Gott selbst bei der Formulierung. Und vielleicht ist das auch wieder eine Chance, das Gebet und die Freundschaft mit Gott für sich selbst neu zu entdecken.

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude

Vater Unser

 

Segensgebet

Herr, du siehst auch meine verschlossenen Türen.
Die Tür der Angst vielleicht, um einen geliebten Menschen, die Sorge um die Gesundheit.
Du siehst meine verschlossenen Türen, die Tür der Einsamkeit, dass ich geliebte Menschen nicht mehr in den Arm nehmen kann, das auch ein Besuch selbst oft schwer ist.
Du siehst meine verschlossen Türen, der Angst und der Belastung.

Du stehst vor meiner Tür. Die siehst hindurch, du gehst hindurch.
Du selbst durchlebst meine Angst und meine Furcht, meine Not und meine Sorge.
So nah bist Du bei mir, dass meine Angst auch deine Angst ist.
So nah bist Du bei mir, dass mein Karfreitag auch mein und dein Ostern wird.
Ostern fällt nicht aus, denn Du bist da, und du lebst bei mir und mit mir. Ganz nah.
Unter deinem Segen stelle ich mich nun, der Du auch zu mir sprichst, wie einst zu den Jüngern. Der Friede sei mit Dir.

 

Und so segne und behüte uns der dreieinige Gott. Der Vater und der Sohn und der heilige Geist.

Schlusslied: Großer Gott wir loben Dich GL 380

 

 Hier ist die Druckversion

 

 

 

 

 

 

 

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zur Osternacht

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zur Osternacht

Impulse für die Osternacht

 

Tageslesungen:

Gen 1, 1 – 2, 2 / Gen 22, 1–18/ Ex 14, 15 – 15, 1

Jes 54, 5–14 /  Jes 55, 1–11 / Bar 3, 9–15.32 – 4, 4 / Ez 36, 16–17a.18–28

Röm 6, 3–11 / Mt 28, 1–10

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/osterzeit/schott_anz/index.html?file=osterzeit%2Fostersonntag%2FNachtA.htm

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

Ein mir wichtiges Element der Osternacht ist das Feuer vor der Kirche am Beginn der Liturgie –

und nein, das hat jetzt nichts mit der von mir sehr wertgeschätzten Lagerfeuerromantik zu tun!

Diese Nacht IST eine besondere Nacht –

auch oder gerade WEIL wir uns in den Zeiten der Corona Epidemie befinden:

normalerweise versammeln wir uns in der Gemeinschaft, um unseren Glauben zu feiern…

… das zentrale Ereignis unseres Glaubens!!!

 

… und das hat dann auch viel mit Feuer zu tun!

Die Pfadfinder beschreiben in ihrem Kirchenbild die Gemeinschaft als eine ‚Gemeinschaft am Lagerfeuer‘:

Feuer ist mehr als ein chemischer Prozess. 

Etwas Geheimnisvolles wird für den spürbar, der in der Nacht am Lagerfeuer sitzt.

Feuer lockt Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, den züngelnden Flammen zuzusehen […]

Das wärmende Licht eines Lagerfeuers lässt Menschen sich um es herum versammeln

und so zu einer Gemeinschaft werden. 

Sie kommen ins Gespräch und in Beziehung […]

[Ordnung der DPSG – Kirchenbilder © Augsburg 52018]

 

Aber da ist NOCH mehr …

nach dem Dunkel des Karfreitags zündet Gott ein neues Licht an in der Nacht unseres Alltags!

Und so schreiben die Pfadfinder:

Wie Feuer Wärme und Licht spendet,

so erfahren wir das Feuer Gottes immer wieder als eine Kraftquelle für unser Leben […] [ebd.]

 

In diesem Sinne verstehe ich die Liturgie dieser Nacht, dort es heißt:

In der Osternacht ist unser Herr Jesus Christus vom Tode auferstanden und zum Leben hinübergegangen. Darum hält die Kirche in der ganzen Welt diese Nacht heilig; sie lädt ihre Söhne und Töchter, wo immer sie wohnen, ein, zu wachen und zu beten. […]

[Messbuch © Einsiedeln 1975]

 

So wird auch in dieser Nacht in unser Weggemeinschaft das Feuer gesegnet:

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast durch Christus allen, die an dich glauben, das Licht deiner Herrlichkeit geschenkt. Segne + dieses neue Feuer, das die Nacht erhellt, und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht, damit wir mit reinem Herzen zum ewigen Osterfest gelangen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

[ebd.]

 

 

An diesem Feuer werden Episoden aus der Geschichte des Volkes Israels erzählt –

  • wir hören von der Schöpfung (Gen 1, 1 – 2, 2)… am Anfang war alles gut!
  • wir hören von dem Opfer Abrahams (Gen 22, 1–18)
  • dem Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten (Ex 14, 15 – 15, 1)
  • den mahnenden Worten der Propheten

(Jes 54, 5–14; Bar 3, 9–15.32 – 4, 4; Ez 36, 16–17a.18–28)

 

kurz: wir hören die Abenteuer des Volkes Israel aus 2000 Jahren Geschichte,

die sie immer wieder in der Ansicht gestärkt haben, dass Gott mit ihnen unterwegs ist…

in guten wie schlechten Zeiten!

 

Auch wir können von unseren Abenteuern erzählen…

… von großartigen Aussichten;

… aber auch beklemmenden Momenten… Zeiten des Abschiedes von geliebten Menschen.

Wir können erzählen von Zeiten, wo Gott greifbar nahe schien;

… und Zeiten der Krise… Zeiten, wo wir auf der Suche waren!

 

Wie gesagt – das Volk Israel erinnert sich an diese Zeit, fühlt sich bestärkt und getröstet in dem Bewusstsein, dass Gott auch aus den dunkelsten Stunden einen Ausweg findet!

 

So erinnere ich mich an vergangen Tage,

denke dankbar an all das, was ich z.Zt. schmerzlich vermisse – was lange zu selbstverständlich war:

  • zu jeder Zeit volle Regale in den Drogerien und Supermärkte…
  • Reisefreiheit…
  • die (physische) Nähe von anderen Menschen… Umarmungen… freundliche Geste…
  • die allgegenwärtige Verfügbarkeit von medizinischer Versorgung…

 

In der Hoffnung, dass diese Zeiten mit Gott wiederkehren, feiern wir, dass Christus von den Toten auferstanden ist… und immer wieder neu in unserem Alltag aufersteht…

Die Orgel erwacht… schwellt an in dieser Nacht an – die Glocken läuten: Christ ist erstanden (vgl. GL 765)!!!      

Und so feiern wir in dieser Nacht unseren Glauben…

… bitten Gott in unseren Nöten

… bestärken uns gegenseitig in unserer Hoffnung und spüren hoffentlich die Wärme des göttlichen Funkens in unseren Herzen… der tröstet und Kraft verleiht!

Vielleicht ist es mehr Glaube als ‚Wisse, aber gestützt auf die Erfahrungen des Volkes Israel, den vielen Erzählungen über die christlichen Heiligen dürfen auch wir darauf hoffen, dass es nach den Karfreitagen unseres Alltags weitergeht… dass nach einer langen Nacht auch dieses Mal die Sonne über unserer Weggemeinschaft aufgehen wird:

 

Ostern können wir täglich feiern,

wo Menschen sich solidarisch einsetzten,

mit Gottes Hilfe über sich hinauswachsen: Auferstehung!

 

In diesem Sinn uns allen – auch und gerade in diesen Zeiten: ein frohes und gesegnetes Osterfest!!!

 

 

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Kreuzweg für Kinder 2020

Kreuzweg für Kinder 2020

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum Karfreitag

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zum Karfreitag

Impuls für Karfreitag

Karfreitag … die Glocken schweigen!

 

Tageslesungen: Jes 52,13 – 53,12 / Hebr 4,14–16; 5,7–9 / Joh 18,1 – 19,42

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-04-10

 

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

 

der Karfreitag ist wohl einer der dunkelsten Tage in der Liturgie unserer Kirche!

In den Zeiten der Pandemie - Passt er gerade deswegen…

oder wirkt er umso mehr völlig deplatziert?

In der Liturgie geht es um das Kreuz … soweit klar!

Aber WAS sagt es uns … wo … wie begegnet es uns … ???

 

Manchmal wirkt unser Herr auf mich etwas zu… sagen wir einmal ‚entspannt‘,

manchmal zu glorreich!

Gut: er ist der Herr, der Pantokrator … der Allmächtige … doch Karfreitag begegnet er uns anders:

Manche Darstellungen sind schon fast drastisch! … und ich finde das nicht schlecht:

verharmlosen sie doch nicht das, was damals geschah: Jesus wurde bestialisch umgebracht!

 

Am sympathischsten ist mir das Pilgerkreuz … in jeder Form!

Es begleitet uns auf ‚all unseren Wegen‘

  • in Sturm und Regen und im Sonnenschein!
  • wenn es uns gut geht und wenn uns vieles durch den Kopf spukt!
  • in Momenten der Gottesnähe und wenn wir uns verlassen fühlten!

 

Das Kreuz macht deutlich, dass Gott IMMER für uns da ist …

uns mit unserem Dickkopf … mit unseren Problemen aushält!

 

 

 

Fürbitten

Schon seit dem 4. Jh. sind die ‚großen Fürbitten überliefert, die versuchen das Leid der Welt zusammenzufassen und vor Gott zu bringen! So beten wir auch heute ….

 

  1. Für die heilige Kirche

Lasst uns beten, für das Volk Gottes, das ist wie ein Schiff auf einem stürmischen Meer, doch es hat die Zusage Jesu: die Mächte der Unterwelt werden es nicht überwältigen, denn durch unsere Zeit führt es zu Gott, sie lobt und preist ihn allezeit.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du rufst alle, die an dich glauben zu einer Kirche zusammen. Jesus ist der Herr deiner Kirche, möge deine Kirche Licht für alle Menschen werden, das auf einen Leuchter gestellt ist.

 

  1. Für den Papst

Lasst uns beten für unseren Papst Franziskus, Gott segne ihn, dass er dein Volk so leite, wie es nach deinem Herzen ist, dass er ein wahrer Fels sein kann, ein sicherer Halt und ein Vorbild im Glauben und Gebet sei.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du hast Papst Franziskus berufen, dein Stellvertreter zu sein. Gib ihm Kraft für alle Aufgaben, Mut, das zu ändern, was nicht deinem Willen entspricht und Freude, wichtig zu sein in einer Welt voller Fragen und Ängsten.

 

  1. Für alle Menschen in der Kirche

Lasst uns beten für unseren Bischof Helmut, für alle Priester, Ordensleute, Diakone, Missionare, für alle Eheleute, für alle, die in der Kirche sich einsetzten, weil ihnen der Glaube an dich wichtig ist.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, dein Volk ist ein Leib, das aus vielen Gliedern besteht. Lass uns erkennen, dass zum Aufbau deines Reiches alle notwendig sind, und mach alle bereit, ihre Aufgabe an ihrem Platz zu erfüllen, mit deinen Gaben, die du ihnen geschenkt hast.

 

  1. Für alle, die sich auf die Taufe vorbereiten

Lasst uns beten für alle, die sich vorbereiten, das Sakrament der Taufe zu empfangen. Führe und leite die Menschen zu dir, welche die Liebe zu dir entdeckt haben, welche mit dir eine Freundschaft leben möchten. Lass sie dich erfahren, der du uns Leben in Fülle schenken willst.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du bist der Vater aller Menschen. Segne alle, die zu dir Ja sagen in der Taufe, nimm von Ihnen, was sei von dir trennt. Lass sie dich immer tiefer erkennen und lieben und mit dir ihren Lebensweg gehen.

  1. Für die Einheit der Christen

Lasst uns beten für alle Schwestern und Brüder in den anderen christlichen Kirchen und für alle, die sie leiten, die auf der Suche nach Wahrheit sind, die viele unserer Hoffnungen und unseren Glauben teilen wenn auch auf anderen Wegen.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, viele leiden unter der Spaltung, die keine Zeichen für den Glauben ist. Doch ist schon viel Einigkeit erreicht worden. Lass uns nicht müde werden, einander zu verstehen und aufeinander zugehen, damit wir "eins" werden, so wie es Jesus gebetet hat.

 

 

  1. Für die Juden

Lasst uns beten für die Juden, dein auserwähltes Volk. An ihnen hast du zuerst gezeigt, was du mit uns vorhast. Sie waren zwar oft untreu deinem Bund gegenüber, doch du hast sie immer wieder zu dir geführt. Jesus, dein Sohn, gehörte zu diesem Volk, darum wollen wir in Liebe und Ehrfurcht deines heiligen Volkes gedenken.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du liebst dein heiliges und auserwähltes Volk. Steh deinem Volk auch heute bei. Führe es in Zeiten, in denen es unruhig für sie ist, in Zeiten, wo sie verfolgt werden. Segne all ihre Mühen in Gebet und Ehrfurcht, dass sie dich als Sinn und Ziel erfahren.

 

  1. Für alle, die nicht an Christus glauben

Lasst uns beten für alle, die nicht an Christus glauben; viele Menschen suchen nach Wahrheit auf verschiedenen Wegen, in verschiedenen Religionen. Viele Menschen spüren eine tiefe Sehnsucht nach Wahrheit.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, allen Menschen bist du Vater, allen, die guten Willens sind. Erfülle die Herzen auch dieser Menschen, denn unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe bei dir findet.  Allen Christen aber schenke einen festen Glauben, der in Wort und Tat überzeugt, damit viele Menschen zu dem einen guten Hirten finden mögen.

 

  1. Für alle, die nicht an Gott glauben

Lasst uns beten für alle, die nicht an Gott glauben. Guter Gott, viele Gründe lassen Menschen nicht an dich glauben, oft auch durch die Schuld der Frommen. Du aber kennst die Herzen aller Menschen. Du wartest auf alle Menschen wie der barmherzige Vater auf seinen Sohn, der sich sein Erbteil auszahlen hat lassen.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du bist der Vater aller Menschen, auch für die, die dich nicht kennen, die nicht glauben können, dass es dich gibt. Lass diese Menschen nie aufhören, nach Wahrheit zu suchen und zu fragen. Denn du bist zu erkennen in der Schöpfung und in den vielen guten Taten deiner Gläubigen. Schenke ihnen den Glauben und öffne auch ihre Herzen.

  1. Für die Regierenden

Lasst uns beten für die Regierenden.

Gott, du befähigst Menschen, die weltlichen und vergänglichen Dinge zu regeln. Überall beginnt dein Reich, wo Gerechtigkeit und Friede das Handeln der Menschen leitet.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, öffne die Herzen der Regierenden für die Menschen, die ihnen anvertraut sind. Schenke ihnen den Geist des Friedens, damit Kriege verhindert und Krisen – wie die aktuelle Corona-Pandemie – überwunden werden. Lass sie zum Wohl aller regieren und nicht der Versuchung von Machtmissbrauch und Selbstdarstellung erliegen.

 

 

 

  1. Für alle Not leidenden Menschen

Lasst uns beten für alle, die an Not leiden: Einsamkeit, Krankheit, Behinderung, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Wut, Zorn – besonders beten wir für die vom Corona-Virus infizierten und deren Angehörigen. Wir beten auch für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen. Viele Gesichter kennt die Not. Wir sind berufen Not zu lindern.

GL 181/1 – Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich ...

Allmächtiger Gott, du hast die Schreie deines Volkes in Ägypten gehört. Du hörst auch heute noch die vielen Hilferufe. Du sendest uns zu diesen Menschen, die deiner Hilfe bedürfen. Lass nicht zu, dass wir unsere Herzen, unsere Ohren, unsere Augen und unsere Münder verschließen, weil wir nur für uns selbst leben wollen.

Neben der Suche nach Hilfe und Zuflucht bei Gott, erinnert Karfreitag uns aber auch dran, was passiert, wenn wir Gott aus unserem Leben ausschließen… ihn aus unserer Mitte drängen!

 

wer mag, kann die Passionsgeschichte mit Impulsen,

die auf einem weiteren ausgelegten Zettel stehen, meditieren

 

Gott lässt sich beiseiteschieben – Mein Dogmatik-Professor sagte einmal:

Gottes Liebe ist so groß, dass sie sich lieber ans Kreuz schlagen lässt, als jemanden zu etwas zu zwingen!

 

Halten wir das aus???

Was passiert, wenn wir nur uns selber die nächsten sind –

Versammlungsverbote unterlaufen; Hamsterkäufe tätigen;

Kranke ausgrenzen … und beschuldigen, Urheber der Krise zu sein; …

wie lange dauert es, bis die Tabernakel unseres Alltags leer sind?

 

Karfreitag mahnt uns, es nicht noch einmal soweit kommen zu lassen …

… ein leerer Tabernakel … darüber wird die Sonne heute untergehen!

… auch das noch in einer Zeit, wo wir sowieso schon seit 4 Wochen auf die Eucharistie verzichten!

 

Dennoch ist da die Hoffnung, dass ER in der Stille unserer Dunkelheit uns nahe ist!

… wachen … beten … bis ER am Ostermorgen wieder greifbar wird!

 

Wichtige Information für alle Hastenrather und Kievelberger!

Da bzw. obwohl St. Josef z.Zt. restauriert wird, besteht die Möglichkeit, Osterkerzen am Karsamstag ab 18.00 Uhr im Windfang des Hauptportals der Pfarrkirche – unter Beachtung des Abstandsgebots - abzuholen. Wer das gesegnete brennende Osterlicht haben möchte, kann dies am Ostersonntag ab 9.00 Uhr an gleicher Stelle bekommen.

 

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Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zur Passion

Impuls von Pfr. Daniel Wenzel zur Passion

9. Apr 2020

 

Impulse zur Passion

Ev: Joh 18,1-19,42

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-04-10

 

 

  1. Abschnitt

Immer wieder haben leidende Menschen den Kreuzweg Jesu als Trost empfunden – Sie sind NICHT allein in ihrer Not!

Impulse sollen dies verdeutlichen: Nicht nur Jesus wurde damals verraten und vorgeführt – täglich werden Menschen gemoppt und bloßgestellt …

Manche lassen es aber auch bewusst geschehen –

weil sie für ihre Meinung eintreten!

 

Die Verhaftung Jeus – Joh. 18,1-11

 

 

  1. Abschnitt

Sich für etwas einsetzten, ist nicht immer einfach:

wann ist es besser den Mund zu halten –

wann MUSS man etwas sagen?!

Was ist ‚Wahrheit‘ – was sind ‚Fakenews‘?

 

Jesus vor Hannas – Joh. 18,12-27

 

 

  1. Abschnitt

Es gibt Zeiten, da ist es noch nicht einmal die Entscheidung eines Einzelnen …

wenn überhaupt, dann als Teil einer großen Menge …

Haben wir den Mut, gegen den Strom zu schwimmen?

 

Jesus vor Pilatus – Joh. 18,28-38,

 

 

 

 

  1. Abschnitt

Wahrheit … leicht kann diese Frage auch die Verhältnisse auf den Kopf drehen:

Stehe ich zu meiner Überzeugung …

… oder lasse ich mich – dank einer guten Ausrede –

für den einfacheren Weg einspannen?

 

Joh. 18,39-19,11
 
 
  1. Abschnitt

Macht! –

Sie verführt zum Missbrauch der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten: Schönreden; Tot-schweigen; sich der Rechtfertigung verweigern …

aber auch sich korrumpieren lassen … um der eigenen Bequemlichkeit oder Vorteile willen …

 
Joh. 19,12-15

 

 

6 Abschnitt

Die Würfel sind gefallen – heute sagen wir: Das Internet vergisst nichts! – Sind wir uns bewusst, dass wir vieles, was wir sagen und schreiben NICHT rückgängig machen können

 

Kreuzigung, Tod und Begräbnis Jesu – Joh. 19, 16-42

 

Hier geht es zur Druckversion

Impuls von Pfr. Andreas Krieg und Gemeindereferentin Barbara Ratayczak zum Gründonnerstag

Impuls von Pfr. Andreas Krieg und Gemeindereferentin Barbara Ratayczak zum Gründonnerstag

9. Apr 2020
Gebetseinladung von Pfr. Daniel Wenzel

Gebetseinladung von Pfr. Daniel Wenzel

https://erzabtei-beuron.de/schott/

https://www.stundengebet.de/jetzt-beten/ 

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum Palmsonntag

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum Palmsonntag

4. Apr 2020

Gottesdienstimpuls zum Palmsonntag.
Wege Gottes zum Herzen

Schrifttexte: https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-04-05

Evangelium:    Mt  21, 1-11
Passion:          Mt 26, 14 - 27, 66


Herzlich willkommen zu unserem heutigen Gottesdienst zu Palmsonntag

Mit Beginn des Palmsonntages treten wir in die heilige Woche ein, und in einer solchen Zeit wie heute sicher auch in eine besondere Art der heiligen Woche. Nichts scheint mehr wie gewohnt, bewegte Bilder erreichen uns, so der bewegende Segen von Papst Franziskus auf dem menschenleeren Petersplatz. Mir scheint es fast so als würde Jesus sagen … und trotzdem. Schaut hin, ich bin Da. Mitten in einer Welt, die aus den Fugen kommt, sagt er seine Zusage. ICH BIN DA. Es sind in diesem Jahr wohl weniger die äußeren Zeichen, wie die bunten Schleifen an den Palmstöcken, oder das gemeinsame Singen der Lieder. Aber Jesus kommt, zu uns, zu Dir. Er möchte einziehen in unser Herz, in mein Herz in dein Herz. Bereiten wir dem Herrn den Weg – und schmücken unsere Herzen

Kyrie Rufe (nach Psalm 42)

Gott, Du mein Gott, Dich suche ich, meine
Seele dürstet nach Dir. Nach Dir schmachtet mein
Leib wie dürres, ausgetrocknetes Land.

Herr, ich rufe zu Dir, du unruhig ist mein Herz. Ich stehe hier an der Straße des Palmsonntages. Meine Augen richten sich in die Weite. Du sagst Du kommst, kommst Du, bleibst Du?
Kyrie eleison
Gott, Du mein Gott, Dich suche ich, ich halte
Ausschau, mein Herr, nach Dir, zu sehn Deine Herrlichkeit,
denn Deine Huld ist besser als das Leben.

Öffne mein Herz, lass mich in meiner Alltäglichkeit deine Gegenwart erkennen. Du hast gesagt, dass Du bei uns bleibst alle Tage unseres Lebens. Entzünde immer wieder neu meine Liebe zu Dir, lass mich tief in meinem Herzen deine Gegenwart erkennen. Du kommst, du bleibst, du liebst.

Christe eleison

Ja, meine Hilfe wurdest Du; ich kann
jubeln in Deinem Schutz. An Dir hängt meine
Seele und Deine rechte Hand hält mich fest.

Ich kann jubeln, und ich darf jubeln. Grade auch in einer schweren Zeit.
Du lässt uns nicht allein, du bist die menschgewordene Liebe Gottes, die, und das Werden wir ja auch heute hören, durch alles Leiden hindurch geht. Bis hin zum Kreuz.
Mein Kreuz ist in deinem Kreuz mitgetragen. Ziehe nun ein in mein Herz.

Kyrie eleison

Ja, Herr, komme in mein und unser Herz, nimm fort was uns von Dir trennt, befreie uns von Schuld und führe uns zum ewigen Leben Amen.

Evangelium Mt 21, 1-11

Impulstext zum heutigen Evangelium

Jerusalem um 30 nach Christus. Stellen wir uns einfach einmal diese geschäftliche Stadt vor. Auf dem Markt herrscht geschäftliches Treiben, am Tempel tun die Priester und die Pharisäer ihren Dienst. Alles ist an diesem Sonntag wie immer. Wie immer gleich – wie immer langweilig – und mitunter, wie immer ungerecht. Wer macht den besten Preis? Wer macht den meisten Gewinn. Und ach ja, es ist bald Pascha, habe ich alles eingekauft?

Aber ist das alles? Ist das Leben? Oder gibt es da nicht noch eine Sehnsucht, eine Verheißung? Die Verheißung das der Gesalbte Gottes, der Messias kommen soll, die Verheißung, dass Gott selbst auf die Einfachheit der Menschen schaut, auf die tiefste Sehnsucht nach Leben und Liebe. Die Verheißung, welche die Alltäglichkeit hin zum Göttlichen durchbricht. Auf diese Sehnsucht antwortet Gott mit seiner Liebe. Auf den tiefen Ruf des Gottsuchers, der im innersten ahnt, hier kommt Gott in mein Herz.

Äußere Umstände durchbrechen unsere Alltäglichkeit. Damals wie heute reagieren die Menschen unterschiedlich darauf. Und nein, ein Gott der alle Krankheiten getragen hat, der alle Menschen beim Namen kennt und nennt, er straft nicht. Die Epidemie als Strafe Gottes anzusehen ist eine große Versuchung. Das bringt uns eher weg von Gott, denn zu Gott hin, denn Gott will uns beistehen, weil er uns von Anbeginn an liebt. Ihm geht es um eine innere Antwort des Menschen.

Äußere Umstände durchbrechen unsere Alltäglichkeit hin zur Menschlichkeit. Was ist der Mensch? Die Frage des Psalmisten in Psalm 8 steht auch als Frage über dieser Stunde. Ungelöst sind sicher auch die vielen Fragen nach dem Warum? Aber auf der anderen Seite handelt Gott in so vielfacher Weise. Menschen zeigen Solidarität. Menschen entdecken wieder neu, dass es um so mehr geht, als nur zu konsumieren. Menschen spüren die Sorge ihrer Mitmenschen. Oft verzichten sie sogar auf mehr als zuvor, ja, auch auf Teile ihrer Freizeit, wo viele Menschen grade heute auch bis an Ihre Grenzen gehen. Und grade auch das Gebet ist etwas, was uns heute zusammenschweißt. Gemeinsam beten um Kraft und Hilfe, gemeinsam zusammen aus dem Gebet heraus Glauben lebendig werden zu lassen.

Nicht die äußeren Straßen, die alltäglichen Straßen wollen wir dem Herrn bereiten, sondern die innere Straße hin zu unserem Herz. Dann können auch wir trotz aller Schmerzen den Herrn begrüßen. Singt dem Herren Freudenpsalmen, Völker ebnet seine Bahn. Herr, so hilf uns zu einem festen Glauben, dass wir Dir immer wieder neu die Wege zu unserem Herzen bereiten, hilf uns auf Dich zu vertrauen, hilf unserem Glauben. Denn du bist Glaube, Hoffnung und Liebe für alle Menschen, auch für unsere Familien auch für mich. So bleibe bei uns Herr, heute und in Ewigkeit.

Lied GL 280

Passion

Die Passion ist in Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt enthält einen Impulsgedanken und eine Fürbitte. Nehmen Sie sich ruhig Zeit mit diesem Abschnitt. Lassen Sie die Gedanken auf sich wirken. Als Familie kann man auch die Abschnitte wie folgt lesen. Einer liest den Text der Passion, der andere die Impulse. So kann es gelingen, ein Stück innerlich den Weg des Herrn mitzugehen.

Teil 1 Mt 21, 14-29 Ich bin bei Euch, in Eurer Stärke und in Eurer Schwäche

Welchen Wert hat der Mensch. Dreißig oder vierzig Silberlinge?
Wo steht die Wirtschaftlichkeit über der Menschenwürde?
Wo fragen wir … rechnet sich das?

Nehmt und esst, sagt Jesus
Jeder darf zum Mahl, der Heißsporn Petrus, Johannes, selbst Judas. Die Zusage Jesu lautet,
erinnert Euch ich bin bei Euch, in Eurer Stärke und in Eurer Schwäche. Sogar beim Verräter.

Rechnen und Gegenrechnen – lohnt sich das? Die Liebe und die Solidarität, ohne gegenrechnen lohnt sich immer. Lass uns das nicht vergessen. Du zeigst uns in einer schweren Zeit, wie Menschen zu Liebe und Solidarität fähig sein können. Wir beten für alle Menschen, die deine Liebe und unser solidarisches Handeln in einer besonderen Weise heute brauchen können, … Christus höre uns …

Teil 2 Mt 21, 30-56 wachet und betet mit mir …

Angst und Sorge erfüllen den Herrn.
Ganz menschlich trägt er auch unsere Sorgen und Ängste.
Die Dunkelheiten unsere Verletztheit – Er stöhnt, weint und fleht. Betet mit mir.
Und er findet Halt im Gebet.

Die schlafenden Apostel
Haben Sie den Ernst der Lage verstanden?
Wo ist bei uns jeder sich selbst der Nächste?
Die Jünger flohen.

Fliehen kann man vor so viel, vom Alltag, selbst vor der Realität. Das wird schon nicht so schlimm werden. Und bei der Flucht zu sich selbst die Sorgen und Nöte übersehen. Jesus, du weinst voller Sorge. Lass uns mit den Sorgen der Menschen mittrauern und mitbeten, und sende deinen heiligen Geist, um die Not der Sorgenden zu lindern. Vor allem auch für alle, die in unserer Gesellschaft keine Lobby haben. Christus höre uns…  

Teil 3 Mt 21, 57- 12,26 Macht und Ohnmacht – Entwaffnende Liebe

Der gebrochene Richterstab über einen Menschen.
Wir haben die Macht und wir haben doch immer Recht?
Was misst du Dir an, Jesus? Du nennst dich Messias. Wir nennen Dich Gotteslästerer.
Wir sind toll, wir sind perfekt, wir haben unsere Meinung. Lange gelernt und studiert, von den Leuten verehrt. Nein Jesus, dass geht gar nicht… Barmherzigkeit ist ok, aber doch bitte nicht am Sabbat.

Die Ohnmacht wird zur Macht.
Das Bekenntnis wird zum Urteil.
Das Heil habt Ihr gesehen, das Arme satt werden, Blinde sehen und Lahme gehen.
So glaubt doch. Jesus kartet nicht nach, er droht nicht.
So wird die scheinbare Ohnmacht zur Macht. Die Ohnmacht durchbricht den Teufelskreis.
in der Hingabe erfahren wir die hingebende Liebe Gottes für alle, die bereit sind, sie anzunehmen.

Alles läuft seinen formalen und rechtlichen Gang. Auf A folgt B. Das darf doch nicht sein, so denken wir. Und doch stehen wir auch an einem Punkt, wo Menschen an Kirche leiden, oder Leid durch die Kirche erfahren haben. In einer schwierigen Situation zeige Du uns Deine Wege und erfülle die Herzen der Menschen mit deiner Liebe. Christus höre uns

Teil 4 Mt 22, 27- 50 Der Tod Jesu – Menschliche Grenze – göttlicher Beginn

Wir stehen am Grenzzaun des menschlichen Lebens, dem Tod. Alles irdische endet in diesem Moment. Im Ritus werden die Gläubigen um einen Moment der Stille gebeten. Halten wir nun auch einfach einen Moment der Stille, und halten unser Gebet Gott hin … <Stille>

Herr, erhöre unser Gebet … Und lass unser Rufen zu Dir kommen.

Teil 5 Mt 22, 51- 66 Das Begräbnis – Eingegraben in unserem Herzen?

Einer wandelt sein Herz – Josef aus Arimathäa.
Man möchte fragen – warst Du nicht auch einer von diesen…
Von den Pharisäern? Aber Josef wandelt sein Herz, und schenkt einen Ort der Trauer.

Auch unsere Trauer braucht einen Ort. Denken wir an alle Menschen, die uns kostbar sind und waren. Sind wir verbunden mit den Menschen, die wir nicht auf ihrem letzten Weg haben begleiten können. Sei Du das Leben über den Tod hinaus. Führe unsere Lieben zum ewigen Leben.
Christus höre uns

Glaubensbekenntnis

Palmzweig (kann auch ein freies Gebet sein)

Die Menschen aus Jerusalem begrüßten Dich. Auch ich möchte Dich begrüßen. Einen kleinen Zweig schenke ich Dir, als Zeichen meines Glaubens und meiner Liebe. Du bist da, und auch jeden Moment bei mir. Die Taufe hat mich fest mit Dir verbunden. So schenke ich Dir diesen Zweig als Zeichen meiner Liebe. Segne alle, die mir am Herzen liegen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Vater Unser

Segen.

Herr, bleibe bei uns. Segne alle die mir am Herzen liegen und alle die in einer schweren Zeit Außergewöhnliches leisten. Der Vater, und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

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Impuls von Gemeindereferentin Eva Jessen zum 5. Fastensonntag

Impuls von Gemeindereferentin Eva Jessen zum 5. Fastensonntag

29. Mär 2020

Impuls von Gemeindereferentin Eva Jessen zum 5. Fastensonntag

Forsythien (c) Eva Jessen

Liebe Mädchen und Jungen,

liebe Mitchristen!                                          

 

Jetzt sind bereits 5 Wochen vergangen, in denen unser Leben total auf den Kopf gestellt wurde. Keiner von uns konnte sich am Aschermittwoch vorstellen, wie drastisch sich unser Alltag, unsere Gewohnheiten, unser ganzes Leben sich verändern würde. Auch wenn wir uns nicht als Gemeinde in der Kirche versammeln können, sind wir trotzdem durch Christus im gemeinsamen Gebet verbunden.

Der heutige Fastensonntag wird Passionssonntag oder Leidenssonntag genannt. Ich finde, ein sehr zutreffender Name für einen Sonntag in dieser Krisenzeit.

Vielleicht fühlen wir uns gerade in dieser Zeit einsam und verlassen und können Gottes Nähe und Liebe nicht spüren.

Und doch können wir immer wieder entdecken, dass Jesus den Menschen gerade in Krisenzeiten nahe war, gerade dann wenn sie ihn brauchten. Jesus gab den Menschen Hoffnung, wenn sie die Hoffnung verloren hatten.

Auch wir können heute Hoffnungsbringer sein und ich finde es immer wieder sehr bewegend, wenn ich Menschen kennenlerne, die mit Mut, Kreativität und viel Herzblut dieser Krise trotzen und zum Hoffnungsbringer für andere werden.

Auch wenn wir uns nur virtuell versammeln können, dürfen wir Gott glauben, dass er sich unserer Welt in all ihren Nöten erbarmt und uns als liebender Vater entgegen kommt – selbst im Sterben und im Tod, wie uns das Evangelium in der Erzählung von der Auferweckung des Lazarus durch Jesus berichtet.

 

Besinnung GL 437 Meine engen Grenzen …

  1. Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht bringe ich vor Dich: Wandle sie in Weite; Herr erbarme dich.

 

Welche Sicht habe ich auf die augenblickliche Situation?

Sehe ich alles nur schwarz?                  

Wo erfahre ich jetzt vielleicht auch eine „Weite“ in meinem Leben?

 

  1. Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt, bringe ich vor Dich: Wandle sie in Stärke; Herr erbarme dich.

 

Wie fühle ich mich jetzt? Fühle ich mich ohnmächtig oder gelähmt?

Was brauche ich, um mich daraus zu befreien oder wie kann ich daraus befreit werden?

Was macht mich jetzt besonders stark und wo und wie kann ich meine Stärke zeigen?

 

  1. Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit bringe ich vor Dich: Wandle sie in Wärme; Herr erbarme dich.

 

Macht mir die gegenwärtige Zeit Angst?

Kann ich meine Angst jemanden anvertrauen?

Worauf vertraue ich?

Habe ich in letzter Zeit Wärme und Mitgefühl erfahren oder einem anderen Menschen geschenkt?

 

  1. Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit bringe ich vor dich: Wandle sie in Heimat; Herr, erbarme dich.

 

Wonach sehne ich mich?

Was habe ich auf dem Herzen?

Wo kann ich Geborgenheit erfahren und sie anderen erfahrbar machen?

Was heißt „Heimat“ für mich?

 

Es erbarme sich unser der Herr. Er schenke uns in dieser „außergewöhnlichen“ Zeit eine positive Haltung, Mut und Stärke, Gottvertrauen und die Stillung unserer Sehnsucht. Amen.

 

Evangelium – Die Auferweckung des Lazarus   Joh 11, 3-7.17.20-27.33b-45

 

Predigtimpuls

Glaubst du das?

Wie oft haben wir im Gottesdienst den Satz gehört: „Wir wollen unseren Glauben bekennen.“ Wie auf Kommando erhebt sich die Gemeinde und spricht das Apostolische Glaubensbekenntnis. Es sind alte Worte, die unseren Glauben zusammenfassen. Ohne groß darüber nachzudenken kommen uns die Worte über die Lippen, fast automatisch.

Aber, ist das lebendiger Glaube? Ein Fürwahrhalten von Sätzen, die seit Jahrhunderten überliefert werden? Nein, Glaube ist eine aktuelle und persönliche Antwort, die jeden Tag neu gegeben werden will. Eine Reaktion auf die Frage Jesu, die er uns allen stellt: „Glaubst du das?“

Marta befindet sich in einer ausweglosen Situation. Nach menschlichem Ermessen kann man den Tod ihres Bruders nicht mehr rückgängig machen. Es ist eine Grenze unwiederbringlich überschritten worden. Und doch glaubt Marta, dass Jesus der versprochene Retter ist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Marta macht Jesus keine Vorwürfe, weil er zu spät gekommen ist.

„Wärest du hier gewesen …!“ Haben wir in der gegenwärtigen Situation, bei all dem, was gerade in den letzten Wochen geschehen ist, nicht auch manchmal den Eindruck: Gott ist – leider – nicht dabei! „Wärest du hier gewesen …!“ Bei Menschen, die erkrankt sind, in Quarantäne leben müssen oder um ihre finanzielle Existenz bangen kann dieser Eindruck entstehen und der Vorwurf laut werden.

Doch Jesus rechtfertigt sich nicht. Sowohl Marta als auch uns sagt er: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ Dann kommt die entscheidende, die persönliche Frage: „Glaubst du das?“

Wie steht es mit meinem Glauben?

Wenn Jesus vor mir steht und mir in die Augen schaut und fragt: „Glaubst du das?“ Was würde ich antworten?

Glaube ich, dass Jesus sich meiner Sorgen und Probleme, egal welcher Art annimmt?

Setze ich in meinem Leben konkret und radikal auf Gott? Vertraue ich IHM? Glaube ich, dass Gott es tatsächlich gut mit mir meint?

Dass er mir ein erfülltes Leben ermöglich – jetzt und hier und erst recht nach diesem Leben.

Für uns Christen gibt es keine hoffnungslose Situation. Auch wenn wir keinen Ausweg sehen – vor Gott und für Gott hat alles einen Sinn beziehungsweise erhält durch IHN Sinn und Perspektive. Menschen, die sich darauf einlassen, können es wagen, Ohnmacht und Schmerz auszuhalten.

Auch in diesen schweren Zeiten können sie dennoch nach vorn schauen. Christliches Leben ist Leben in und aus der Hoffnung.

 

Glaubensbekenntnis

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstand geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube Gott kein zeitloses Faktum ist, sondern, dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

                                                                         Dietrich Bonhoeffer*

 

oder das apostolische Glaubensbekenntnis

 

Fürbitten

Jesus Christus ist gekommen, um den Menschen Licht, Heil und Trost zu schenken. Er führt uns zusammen, auch wenn wir voneinander Abstand halten müssen. Zu ihm dürfen wir mit unseren Anliegen kommen und beten:

 

- Wir beten für alle, die unter der Corona-Pandemie leiden:

Für die an Covid19 Erkrankten, die im Krankenhaus sind und für alle in Quarantäne. Christus, höre uns.

 

- Für die Berufstätigen, die unsicher sind, wie es weitergeht.

Für Arbeitgeber und Selbständige, deren Existenz in Gefahr gerät.

Für alle, die voller Angst sind und sich bedroht fühlen. Christus höre uns.

 

- Wir beten für die vielen Menschen, die unermüdlich im Einsatz sind:

Für alle, die sich in Arztpraxen und Krankenhäusern um das Wohl der Patienten und Patientinnen kümmern. Christus höre uns.

 

- Für alle, die sich jetzt im Alltag und in der Freizeit anders verhalten müssen als sonst. Für alle Verantwortlichen, die für das Land und für Europa wichtige Entscheidung treffen müssen. Christus höre uns.

 

- Für die Frauen und Männer, die im Lebensmittelhandel und in Apotheken arbeiten, um die Grundversorgung aller gewährleisten zu können.

Für alle in den Laboren, die unter Hochdruck Tests auswerten und nach Medikamenten und Impfstoffen forschen. Christus höre uns.

 

Wir beten für alle Christen und Christinnen, die in dieser besonderen Zeit herausgefordert sind; und für die Seelsorgerinnen und Seelsorger,

die neue Formen entwickeln, wie Menschen ihren Glauben miteinander teilen.

 

- Für die Gläubigen, denen die Gottesdienstgemeinschaft fehlt. Für alle, die einander beistehen und sich ermutigen. Christus höre uns.

 

- Wir beten für die Frauen, Männer und Kinder, die auf der Flucht sind:

Für alle, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen.

Besonders für die Kinder auf Lesbos, die durch die Corona-Krise festsitzen.

Für die Hilfsorganisationen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst unter katastrophalen Bedingungen im Einsatz sind. Christus höre uns.

 

- Wir bitten für uns selbst:

Für die Sorgen und Nöte, die jeder und jede von uns mitbringt.

In Stille nennen wir dir die Namen derer, die uns besonders am Herzen liegen.

Christus höre uns.

 

Jesus Christus, Du schenkst uns Dein Heil und Deinen Beistand gerade auch in diesen schweren Zeiten. Dafür danken wir Dir und preisen Dich mit Gott, dem Vater und dem Heiligen Geist heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit. Amen.

 

Vater unser

 

ich bin                                                        glaubst du das?

ich bin das leben                                         glaubst du das?

ich bin die Auferstehung und das leben        glaubst du das?

wer an mich glaubt, wird leben                   glaubst du das?

wird leben, auch wenn er stirbt                   glaubst du das?

und wird auf ewig nicht sterben                  glaubst du das?

 

JA,ICH GLAUBE!

 

Segen

In dieser schweren Zeit bitten wir Gott um seinen Segen für uns alle. Tun wir dies mit den Worten des Liedes „Bewahre uns Gott“ (GL 453)

 

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen.

Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden.

Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten,

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen.

Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen,

 

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen.

Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen.

 

So segne uns und unsere Lieben und alle Menschen auf der ganzen Erde, der gütige und allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Bleiben Sie gesund!       #hsbestrong      Ihre Eva Jessen, Gemeindereferentin

 

* Aus: DBW Band 8, Widerstand und Ergebung, Gütersloher Verlagshaus; Kaiser, München, 2006, S. 30f

 

 

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Link zum Schrifttext:

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-03-29

 

 

        

Impuls von Diakon Stephan Lütgemeier zur 5. Fastenwoche

Impuls von Diakon Stephan Lütgemeier zur 5. Fastenwoche

27. Mär 2020

Ein paar Gedanken für Zwischendurch, für die Woche

 

Lazarus, komm heraus!

Diesen Satz Jesu habe ich noch in den Ohren von Sonntag.

Ist das, was da passiert schon die Vorwegnahme der österlichen Botschaft der Auferstehung?

 

Die Sache mit Marta, Maria und Lazarus!

Sie sind durch Freundschaft eng mit Jesus verbunden.

Und nun scheint alles zu spät -

der Bruder, der Freund ist gestorben.

Und alle sind außer sich.

 

Maria zieht sich enttäuscht zurück.

Marta geht Jesus entgegen,

ihm trotz allem vertrauend.

Im Gespräch zwischen Marta und Jesus geschieht Bewegendes, Wunderbares:

Marta erkennt und bekennt,

dass Jesus der Messias ist,

Gottes Sohn – er ist uns gesandt.

 

Und Jesus?

Er ist erschüttert über den toten,

wirklich toten Freund.

Und am Ende nach dem Ende – Jesu Zuversicht:

„Dein Bruder wird auferstehen!“

 

Und Marta glaubt ihm,

Martas Glaube überspringt Mauern,

Mauern der Trauer, Mauern der Hoffnungslosigkeit.

 

Lazarus, komm heraus!

 

Und er steht auf!

Die Auferstehung der Toten –

Keine Sache aus der Vergangenheit

und auch keine Sache, die nur in der Zukunft liegt:

Jetzt beginnt sie, jetzt und hier.

 

 

Ihnen und Euch allen eine auferstehungsreiche Zeit.

 

Bleiben sie gesund und wie immer: #hsbestrong

 

Ihr Stephan Lütgemeier

 

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Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum 4. Fastensonntag

Impuls von Pfr. Andreas Krieg zum 4. Fastensonntag

21. Mär 2020

Link zum Schrifttext
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-03-22

Eröffnungsimpuls
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mädchen und Jungen!

Sicher eine ungewöhnliche Situation und auch ein ungewöhnlicher Gottesdienst, den wir heute feiern. Sonntags treffen wir uns gewöhnlich in der Kirche, heute treffen wir uns über das Internet, trotzdem in Christus verbunden, mit den Schrifttexten des heutigen Sonntages.

Was mich besonders bewegt ist wohl die schwierige Situation, in der wir im Moment stecken. Manchmal haben wir den Eindruck, Gott ist im Moment ganz weit weg. Was geht überhaupt noch? Auf der anderen Seite merke ich auch, dass Gott uns grade jetzt zeigt, dass noch ganz schön viel geht. Wenn ich grade auch an die vielen jungen Menschen denke, die für andere einkaufen gehen, die in Quarantäne sind und das Haus nicht verlassen dürfen. Und auch wenn sich im liturgischen Bereich Wege öffnen Menschen zu erreichen. So der etwas ungewöhnliche Gottesdienst heute, wo wir uns ein Stück auf den Weg machen, um Gott zu suchen, zu finden und zu entdecken.

Kyrie Liedruf GL 799 Da wohnt ein Sehnen tief in uns …


• Herr, in einer schwierigen Zeit kommen wir zu Dir. Manches scheint wie abgestorben, manche Hoffnung verdorrt. Aber der Blinde im Evangelium zeigt uns, dass Du auf die Möglichkeiten des Herzens schaust. Das Du auf unsere Hoffnung schaust, dass Du uns nahe bist. Kyrie Eleison

• Soviel hören wir in diesen Moment Herr Jesus Christus. Dinge, die unser Leben trüb, vielleicht sogar hoffnungslos machen. Doch du bist das lebendige Wasser, dass Du uns Menschen schenken willst. Christe eleison

• Wo wir oft mit unseren Fragen alleinstehen, nach dem Warum, da sei Du uns nahe. Öffne unsere Augen für das Kleine, öffne unsere Augen für das Schöne. Öffne unser Herz für dein mutmachendes Wort.
Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er nehme von uns alle Sünde und Schuld und führe uns zum ewigen Leben.

 

Evangelium – Die Heilung des Blindgeborenen Joh 9, 1-41

Predigtimpuls


Wer ist eigentlich der Blinde im Evangelium? Auf dem ersten Blick scheint alles klar, der Arme da, am Straßenrand. Die Rollen scheinen ja fest verteilt. Da der Blinde, da Jesus und da die Pharisäer.
Aber blind sein, dass kann man ja nicht nur mit den Augen. Eine andere Blindheit ist tragischer. In diesen Tagen vielleicht blind sein für die Situation. Natürlich tut es mir auch weh, Ihnen nur noch auf diese Art und Weise oftmals noch begegnen zu können. Es tut weh, viele liebgewonnene Veranstaltungen absagen zu müssen. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es auch Ihnen weh tut auf den Gemeindegottesdienst mit anderen und auch mit weitestgehenden Verzicht auf die Kommunion zu leben. Ein Blinder Punkt für die Kirche? Oder eine Aufforderung neu zu sehen?
Was kommt denn in den Blick? Viele Berufsgruppen, deren Tätigkeit in vielen Jahren als selbstverständlich wahrgenommen wurden. Ärzte, Krankenpfleger und Pflegedienste, die in einer Situation wie dieser übermäßiges leisten. Schülerinnen und Schüler, aber auch Nachbarn, die sich auf den Weg machen, anderen Menschen in einer Ausnahmesituation wie der Quarantäne zu helfen. Aber auch Menschen, die in finanzielle Not geraten, auch die bedürfen wie die momentanen Helden des Alltages unser Gebet. In aller Not erleben wir in diesen Tagen in unserem Kreis eine nie dagewesene Solidarität. Und diese Solidarität gilt es zu stärken, und vielleicht auch einen Blickwechsel zu vollziehen, auf die Helden des Alltages.
Beten wir um diese Solidarität. Bleiben wir aber auch selber solidarisch mit den Menschen um uns herum. Lassen wir uns nicht jeck machen, von den Menschen, die trotz dieser angespannten Situation die Solidarität nicht leben wollen. Ja, auch hier ganz deutlich. Leben wie vor der Krise ist einfach nur fahrlässig. Jesus sieht in dem Blinden das Mehr an Möglichkeiten, er ahnt sein Leiden, er schaut ihm ins Herz.
In diesem Jahr ist uns eine besondere Fastenzeit auferlegt. Waren wir nicht oft auch die Blinden, gefangen in unserer Alltäglichkeit? Und trotzdem, Gott will das Heil der Menschen, er möchte uns grade in dieser Situation nahe sein. Und auch das Gebet ist da keine Einbahnstraße. Das Gebet kann auch ganz konkret passieren, wenn unser Gebet uns handeln macht.

Glaubensbekenntnis
Ja Herr Jesus, Du bist Da, an Dich glaube ich Wie an deinen Vater, der auch mein Vater sein will, der mich liebt, beim Namen ruft und nie vergisst. Der seinen Geist aussendet, der mich ruft und mich handeln lässt. So zeige mit Deine Wege Herr, denn an dich glaube ich, Dir vertraue ich, jetzt und in Ewigkeit. Amen
Oder das apostolische Glaubensbekenntnis


Fürbitten


Herr Jesus Christus, Retter, Erlöser, Menschensohn. Du kannst unser Leben hell machen. Du lernst uns Achtsamkeit. Du öffnest uns die Augen des Herzens. Zu Dir rufen wir.
• Herr, manches ist in unserem Leben unscheinbar. Manchmal muss man hinschauen, um das Besondere zu erkennen. Die Blume auf der Wiese, ein Blümchen, dass uns Hoffnung schenkt. Wie einst dem Blinden, so öffne uns auch die Augen. Für das gute Wort von unserem Nächsten, und für das gute Wort, dass von Dir kommt. CHRISTUS HÖRE UNS
• Not und Leid gibt es auf der ganzen Welt. Wir wollen auch unsere Augen nicht verschließen für alle Menschen, die nach Frieden und Gerechtigkeit suchen, die auch nach unserer Solidarität fragen. Grade in dieser schwierigen Zeit beten wir für alle Menschen, die nach Frieden und Gerechtigkeit suchen. CHRISTUS HÖRE UNS
• Wir halten auch Fürbitte für all unsere Verstorbenen. Vor allem für alle Menschen, die hier in unserem Kreisgebiet – aber auch überall, am Corona Virus gestorben sind. Wir beten für alle Erkrankten, dass sie bald wieder gesund werden. Für unsere Verstorbenen, dass Du sie heimführst zum ewigen Leben. CHRISTUS HÖRE UNS
Alle unsere Bitten tragen wir vor Dein Angesicht, auch die vielen unausgesprochenen Bitten in unserem Herzen. Höre unser Gebet jetzt und in Ewigkeit.


Vater Unser


Segenswunsch für alle


Herr, Dich bitten wir in einer schweren Stunde um deinen Segen für alle
Gott, unser Vater zu Dir rufen wir Gott, Jesus Christus zu Dir rufen wir Gott, heiliger Geist zu Dir rufen wir
Für alle Pflege- und Krankenhauskräfte: Segne und schütze Sie, oh Herr Für alle die über ihre Grenzen hinaus gehen Segne und schütze Sie, oh Herr Für alle, die an der Situation leiden Segne und schütze Sie, oh Herr Für alle unsere Kranken Segne und schütze Sie, oh Herr Für unsere Familien Segne und schütze Sie, oh Herr
Für unsere Kirche Segne und schütze sie, oh Herr


Der Herr segne und behüte Dich, er lasse sein Angesicht über Dir leuchten und sei Dir gnädig, er wende Dir sein Antlitz zu, und schenke Dir seinen Frieden. So segne Dich und deine Familie der dreieine Gott, der Vater, Sohn und heilige Geist.

Bleiben Sie gesund. Ihr Pfarrer Andreas Krieg

 

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IMPULS zur 3. FASTENWOCHE (von Barbara Ratayczak)

modesto-3752894_960_720 (c) pixabay

Es fühlt sich merkwürdig an, dass in unseren Kirchen keine Gottesdienste stattfinden. Wir möchten euch gerne zeigen: Wir Seelsorger*innen sind auch weiter für euch da. Und auch ihr seid weiter Weggemeinschaft Gangelt, Gemeinde Jesu Christi. Wir möchten euch kleine Denkimpulse mit auf den Weg geben - zweimal die Woche. Einmal "mitten in der Woche" und einmal am Wochenende. In unseren Kirchen werden jetzt immer sonntags um 10:30 Uhr die Glocken geläutet. Um diese Zeit können wir Gemeinschaft sein - auch wenn wir räumlich voneinander getrennt bleiben müssen. Wir können miteinander und füreinander beten - vielleicht mit dem Impuls, den wir dann zur Verfügung stellen.

Für heute möchte ich euch einen Liedtext von Shalom Ben-Chorin aufschreiben. Er ist schon etwas älter, eigentlich immer aktuell, berührt mich immer wieder, aber jetzt gerade besonders. Schaut aus dem Fenster, geht in den Garten und macht Augen und Herz auf für das:

"Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt -

ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit -

achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht,

doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,

bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt!"